Für Systemintegratoren, Schaltschrankbauer, Einkaufsteams und Elektroingenieure: Ein 2HE-Gehäuse ist nicht nur ein Blechkasten. Es definiert Rack-Kompatibilität, Kühlung, Servicezugang, Kabelführung und damit wesentliche Risiken einer Anfrage. Das TPS 2HE 19-Zoll-Chassis bietet eine belastbare mechanische Ausgangsbasis für kompakte Leistungselektronik, Prüftechnik, Steuerungsbaugruppen und projektspezifische Rack-Systeme.
Warum ein 2HE 19-Zoll-Chassis in der Bottom-of-Funnel-Phase zählt
Bei der Lieferantenauswahl ist entscheidend, ob das Gehäuse als kontrollierte mechanische Plattform für die komplette Baugruppe funktioniert. Die Höhenangabe allein beantwortet das nicht. Panelgeometrie, Rackschienen, Bauraum, Luftführung, Anschlusszonen, Erdung und Wartungszugang müssen zusammenpassen. Der Einkauf muss zugleich erkennen können, was Standard ist, was angepasst werden kann und welche Angaben für einen belastbaren Preis und Liefertermin fehlen.
Die TPS Produktseite zum 2HE-Chassis ist der direkte Einstieg in das kompakte 19-Zoll-Gehäuse. TPS kann darüber hinaus Produktauswahl, mechanische Anpassung, Integrationsabstimmung und gleichwertige Chassis-Lösungen für globale B2B-Projekte unterstützen. Das ist relevant, wenn ein Projekt definierte Durchbrüche, Oberflächen, interne Befestigungen oder eine abgestimmte Leistungselektronik benötigt.
482,6 mm Breite, 2HE-Panel, Lochabstände
Verlustleistung, Einlass, Auslass, Druckverlust
AC/DC, Signale, Kommunikation, Service
Zeichnungen, Menge, Finish, Änderungen, Prüfung
Bestätigte Spezifikationen aus der Produktdokumentation
Die vorliegende Maßdokumentation nennt für die 2HE-Ausführung die Bestellreferenz BJ9900002. Dokumentiert sind 482,6 mm Gesamtbreite und 670,5 mm Gesamttiefe des Gehäusekörpers. Die Produktübersicht rundet die Hüllmaße auf B482,6 × T671 mm. Die Frontplattenhöhe beträgt 88,1 mm. Diese Werte bilden die Grundlage der Rackplanung; vor Freigabe ist dennoch die Projektzeichnung zu prüfen, weil nutzbarer Innenraum von Plattenstärken, Verbindungselementen, Griffen, Lüftungsflächen und kundenspezifischen Einbauten abhängt.
| Merkmal | 2HE-Wert | Bedeutung für die Anfrage |
|---|---|---|
| Bestellreferenz | BJ9900002 | Identifiziert die 2HE-Basis |
| Gesamtbreite W1 | 482,6 mm (±0,8) | 19-Zoll-Rackschnittstelle |
| Montagelochabstand W2 | 465 mm (±0,3) | Ausrichtung an der Rackschiene |
| Gehäusekörperbreite W3 | 449 mm (±0,8) | Bauraum für Komponenten und Luftführung |
| Körpertiefe D1 / Gesamttiefe D2 | 666 mm (±0,8) / 670,5 mm (±0,8) | Schranktiefe, rückseitiger Freiraum, Biegeradien |
| Panelhöhe H1 | 88,1 mm (±0,2) | Rackbelegung und Nachbarabstände |
| Werkstoffe | Stahlblech, Aluminium, verzinktes Blech | Mechanik-, Finish- und Erdungsprüfung |
Die Oberflächenbehandlung ist bauteilbezogen: Front-, Seiten-, Deck- und Bodenplatten sind pulverbeschichtet; die Rückplatte kann pulverbeschichtet oder vernickelt ausgeführt werden; die Griffe sind farblos oxidiert. Als Farbe für Front, Seiten, Deckel und Boden sind RAL 7035 oder kundenspezifisch dokumentiert. Zum Lieferumfang gehören Frontplatte, Seitenplatten, Deck- und Bodenplatte sowie Griffe.
Die Unterlagen nennen keine IP-Schutzart, Traglast, Schock- oder Vibrationsklasse, EMV-Leistungsdaten, UL-/CE-Angabe, Entflammbarkeitsklasse, Erdungshardware oder thermische Systemfreigabe. Diese Punkte dürfen nicht aus dem Gehäuseformat abgeleitet werden, sondern sind projektbezogen zu spezifizieren und zu verifizieren.
Auswahllogik für Engineering, Integration und Einkauf
Systemintegratoren: mit der Gesamtarchitektur beginnen
Erfassen Sie Leistungsmodule, Controller, Schütze, Schutzelemente, Stromschienen, Klemmen, Lüfter, Filter und Kabelsätze. Reservieren Sie Zonen für Isolationsabstände, Luftführung, Werkzeugzugang und Kabelbiegungen. 2HE sind attraktiv, wenn Packungsdichte zählt. Sie schaffen jedoch nur dann Projektwert, wenn die Baugruppe montierbar, prüfbar und wartbar bleibt.
Schaltschrankbauer: Schrankschnittstelle verifizieren
Prüfen Sie Schienenposition, Abstützung, Einbautiefe, Abstand zur Rücktür und Kabeleinführung. Bei einem tiefen Chassis muss das Tragekonzept bewertet werden; die Frontflansche allein sollten nicht ungeprüft die gesamte Last aufnehmen. Die Gesamttiefe von rund 670,5 mm ist inklusive Steckervorstand und Biegeradius gegen den Zielschrank zu prüfen. Für größere Systeme bieten ein 42HE 19-Zoll-Leistungsschrank oder eine 24HE Power-Integrationsplattform geeignete Architekturvergleiche.
Einkauf: Basischassis und Projektumfang trennen
Fordern Sie Lieferumfang, Zeichnungsstand, Oberfläche, Menge, Verpackung, Dokumentation und Change-Control-Annahmen eindeutig an. Klären Sie, ob Bohrungen, Kennzeichnungen, Einpresshardware, Halter, Lüfter, Filter, Verdrahtung und Montage enthalten oder separat angeboten werden. Nur so werden Angebote vergleichbar und spätere Engineeringkosten sichtbar.
Rack, Tiefe, Komponentenkarte
Leistung, Signale, Kühlung, Service
Systemnormen und Prüfungen
Zeichnung, Umfang, Menge, Termin
Integration, Kühlung und Einbau
Die thermische Planung beginnt mit der im Gehäuse entstehenden Verlustleistung, nicht mit der Nennleistung des Geräts. Erstellen Sie ein Verlustleistungsbudget für Wandler, Halbleiter, Magnetik, Widerstände, Relais und Hilfsversorgungen. Definieren Sie zulässige Ansaugtemperatur sowie Bauteilgrenzen. Daraus folgen passive Öffnungen, Zwangsluft, gerichtete Kanäle, Filter, Lüfterüberwachung oder ein externer Wärmeweg. Lüftungsmuster in einer Beispielzeichnung ersetzen keine projektspezifische Strömungsbewertung.
Steckerpositionen müssen sichere Montage und Wartung ermöglichen. Trennen Sie Netz- oder Hochspannungsbereiche, Schutzleiter, Kleinspannungssteuerung und Kommunikation entsprechend dem Gesamtsystem. Prüfen Sie Kriech- und Luftstrecken, Leiterbiegeradien, Sicherungszugang und Zugentlastung. Bei programmierbarer Leistungstechnik liefern die TPS Beiträge zu kompakter programmierbarer DC-Stromversorgung und regenerativen DC-Lastsystemen hilfreiche Integrationsbezüge.
Erdung ist eine Systemaufgabe. Beschichtete Platten können definierte Kontaktpunkte, entfernte Beschichtung, Zahnscheiben oder separate Potenzialausgleichsleiter erfordern. Die Durchgängigkeit ist nach Endmontage und Finish zu prüfen. Auch das EMV-Verhalten hängt von Fugen, Öffnungen, Kabelschirmen, Filtern, Dichtkonzept und internem Layout ab; ein Metallgehäuse allein ist keine EMV-Zusage.
Mechanische Freigabe vor dem Prototypenbau
Vor dem ersten Aufbau sollte ein bemaßtes Innenlayout gegen den realen Bauraum geprüft werden. Dabei zählen nicht nur die Außenabmessungen eines Netzteils oder einer Leiterplatte. Schraubenköpfe, Steckverbinder, Entriegelungshebel, Aderendhülsen, Kabelschuhe und minimale Biegeradien können den vorgesehenen Montageweg blockieren. Auch die Reihenfolge der Montage ist relevant: Eine Komponente, die geometrisch in das Chassis passt, kann praktisch unmontierbar sein, wenn das Werkzeug nach Einbau der Nachbarbaugruppe keinen Zugang mehr hat.
Für schwere Komponenten sind Schwerpunkt, Transportlage und Stoßbelastung zu bewerten. Interne Montageplatten oder Querträger können erforderlich sein, müssen jedoch hinsichtlich Befestigung, Toleranzkette und Luftführung abgestimmt werden. Bei Schubladen, Teleskopschienen oder rückseitiger Abstützung sind die Schnittstellen zum Zielrack eindeutig zu definieren. Der RFQ sollte deshalb neben der Frontansicht mindestens Seitenansicht, Befestigungspunkte, Einbautiefe und den geplanten Lastpfad enthalten.
Prototyp, Verifikation und Serienfreigabe
Ein sinnvoller Freigabeprozess trennt mechanische Musterprüfung, elektrischen Aufbau und Systemvalidierung. Am Prototyp werden Passform, Zugänglichkeit, Kollisionen, Kabelwege und Montagezeit bewertet. Anschließend folgen je nach Endgerät Schutzleiterprüfung, Temperaturmessung, Funktionsprüfung, EMV-Vorprüfung und die für Zielmarkt und Anwendung vorgesehenen Sicherheitsprüfungen. Änderungen an Lüftungsöffnungen, Beschichtung, Kabeldurchführungen oder Befestigungen sind zeichnungsgeführt zu dokumentieren, damit die Serienausführung mit dem geprüften Muster übereinstimmt.
Anpassung und TPS Projektunterstützung
Die dokumentierte Option RAL 7035 oder kundenspezifische Farbe unterstützt Maschinenfamilien, Laborsysteme und OEM-Programme. In der RFQ können zudem Front- und Rückplattenbearbeitung, Lüftungsgeometrie, Montageplatten, Halter, Griffe, Kennzeichnung, Steckerausschnitte und mechanische Schnittstellen abgestimmt werden. Machbarkeit, Toleranzen, Mindestmengen und Validierungsumfang müssen vor Freigabe vereinbart werden.
TPS verfügt über Kompetenz in 19-Zoll-Chassis- und Schranklösungen, Leistungselektronik und Projektintegration. Dadurch kann die Anfrage auch die tatsächlich einzubauenden Komponenten berücksichtigen. Eine Hilfsversorgung lässt sich beispielsweise mit der TPS030 30-130W DIN-Schienen-Stromversorgung bewerten; für kurzzeitigen Mehrbedarf kommt eine DIN-Schienen-Stromversorgung mit Leistungsboost infrage. Bei höheren Leistungen sind TPS Erfahrungen aus der 6HE Netzteilintegration und 4HE Rackintegration nützliche Architekturbezüge.
2HE 19-Zoll-Maßbasis
Ausschnitte, Finish, Halter, Luftführung
Leistung, Thermik, Schnittstellen, Service
RFQ-Koordination für OEM und Integration
Für den Standardbezug besuchen Sie das 2HE-Chassis im TPS Shop. Für Modifikationen, Alternativkonfigurationen oder ein abgestimmtes Racksystem nutzen Sie die TPS Lösungsseite für 19-Zoll-Schränke und Chassis.
RFQ-Checkliste und Fragen zur Lieferantenbewertung
- Mechanik: 2HE, Rackstandard, Schranktiefe, vordere/hintere Abstützung, Sperrzonen, Zielmasse, Griffe und Servicefreiräume.
- Komponentenlayout: bemaßte CAD-Daten oder Stückliste, Wärmequellen, Stromschienen, Leiterplatten, DIN-Schienen, Stecker, Lüfter, Filter und Kabelwege.
- Schnittstellen: Steckertypen, Panelpositionen, Schutzleiter, Schirmung, Safety-Kreise und Kommunikationsports.
- Thermik: interne Verluste, Umgebung, Aufstellhöhe, Strömungsrichtung, Akustik, Filterwartung und Lüfterredundanz.
- Finish: RAL-Farbe, Rückplattenbehandlung, Beschriftung, Korrosionsumgebung und kosmetische Kriterien.
- Compliance: Zielmärkte, Normen des Endgeräts, Prüfplan, Dokumentation, Materialerklärungen und Verantwortungsmatrix.
- Kaufmännisch: Prototypen- und Serienmenge, Zieltermin, Verpackung, Ersatzteile, Forecast, Änderungsmanagement und Angebotsgültigkeit.
Eine gute Lieferantenantwort macht Annahmen und Abweichungen sichtbar. Fordern Sie den Zeichnungsstand zum Angebot an und klären Sie, wer thermische Verifikation, EMV-Prüfung, Sicherheitsbewertung und Systemzertifizierung verantwortet. TPS kann diese Anforderungen in eine Chassis-Auswahl oder gleichwertige projektspezifische Lösung übersetzen.
Angebote technisch und kaufmännisch vergleichbar machen
Vergleichen Sie nicht nur den Stückpreis. Prüfen Sie Einmalkosten für Konstruktion und Werkzeuge, Mindestbestellmenge, Musterkosten, Wiederholgenauigkeit der Bearbeitung, dokumentierte Toleranzen, Verpackung und Ersatzteilstrategie. Ebenso wichtig sind Lieferzeitannahmen: Gilt der Termin ab Bestellung, ab Zeichnungsfreigabe oder erst ab Materialfreigabe? Bei kundenspezifischen Panels sollte geklärt sein, wie Änderungsstände benannt werden und ob Altversionen zuverlässig gesperrt sind.
Für globale Programme gehören Zielregion, Sprache der Dokumentation, Verpackungskennzeichnung, Lieferadresse und geplante Abrufstruktur in die Anfrage. TPS bedient internationale B2B-Kunden und kann die Abstimmung zwischen technischer Auswahl, Anpassung und projektbezogener Lieferung unterstützen. Je klarer Mengenstaffeln, Forecast und gewünschter Serienstart beschrieben sind, desto belastbarer kann das Angebot den tatsächlichen Programmverlauf abbilden.
Wo das 2HE-Chassis passt
Typische Kandidaten sind kompakte AC/DC- oder DC/DC-Baugruppen, Steuer- und Überwachungseinheiten, Prüfschnittstellen, Hilfssysteme für Batterietests, Kommunikationsgateways, Laborstromversorgung und OEM-Rackelektronik. 2HE sind besonders interessant, wenn Frontplattendichte und Rackausnutzung wichtig sind, sofern Thermik und Service realistisch bleiben. Für bidirektionale Architekturen bieten TPS Inhalte zu AC/DC-Leistungsmodulen für Zellformierung und zur 750V-Plattform für bidirektionale Leistungsmodule weitere Auswahlbezüge.
Schnittstellen, Schalten, Datenerfassungs-Hilfen
Controller, Kommunikation, Schutz, I/O
Wandlung, Verteilung, Überwachung
Wiederholbare Rackplattform mit Projektpanels
Nächster Schritt: Senden Sie TPS Rackvorgaben, Komponentenliste, Verlustleistungsabschätzung, Steckerkonzept, Finish, Mengen und Zieltermin. Kontaktieren Sie TPS für Auswahl und Lösungsberatung oder prüfen Sie die Basis auf der TPS 2HE-Produktseite.
Häufig gestellte Fragen
Welche Maße des TPS 2HE-Chassis sind bestätigt?
Dokumentiert sind 482,6 mm Gesamtbreite, 670,5 mm Gesamttiefe des Gehäusekörpers und 88,1 mm Panelhöhe. Die Übersicht nennt B482,6 × T671 mm. Für die Integration ist die freigegebene Projektzeichnung maßgeblich.
Kann die Farbe angepasst werden?
Ja. Für Front, Seiten, Deckel und Boden sind RAL 7035 oder kundenspezifische Ausführung dokumentiert. Exakte RAL-Farbe, Struktur, Glanzgrad, Kennzeichnung und Abnahmekriterien gehören in die Anfrage.
Ist eine Zertifizierung enthalten?
Die vorliegende Chassis-Unterlage erklärt keine bestimmte UL-, CE-, IP-, EMV-, Schock- oder Vibrationszertifizierung. Die Anforderungen des Endgeräts müssen definiert und in Angebot sowie Validierungsplan bestätigt werden.
Was benötigt TPS für ein kundenspezifisches Angebot?
Senden Sie Komponenten- und Steckerlayouts, Verlustleistungen, Rack- und Abstützvorgaben, Ausschnittzeichnungen, Oberfläche, Compliance-Ziele, Prototypen-/Serienmengen und Terminplan.
Kann TPS mehr als das Gehäuse unterstützen?
Ja. TPS kann Produktauswahl, gleichwertige Lösungen, Anpassung, Leistungssystemintegration und Engineering-Beratung für globale B2B-Projekte unterstützen. Der genaue Umfang wird in der RFQ-Prüfung vereinbart.



