Programmierbare DC-Stromversorgung | Lieferantenauswahl & RFQ-Leitfaden
Das EA-PS 5040-40A verbindet einen automatisch geregelten Ausgang von 0–40 V und 0–40 A mit bis zu 640 W in einem kompakten Tischgehäuse. Dieser Leitfaden unterstützt Elektroingenieure, Systemintegratoren, Schaltschrankbauer und Einkaufsteams bei der technischen Bewertung und Angebotsanfrage.
1. Entscheidungsübersicht: Wann passt das EA-PS 5040-40A?
Bei der Auswahl eines programmierbaren DC-Tischnetzgeräts reichen die Nennwerte allein nicht aus. Entscheidend ist, ob eine Quelle alle Spannungs- und Stromkombinationen, den Arbeitsablauf, das Schutzkonzept, die Automatisierungsschnittstelle sowie die Dokumentationsanforderungen eines Projekts abdeckt. Das EA-PS 5040-40A ist besonders interessant, wenn der Prüfling unterhalb von 40 VDC arbeitet, zeitweise bis zu 40 A benötigt und an keinem Arbeitspunkt mehr als 640 W aufnimmt.
Die automatisch geregelte Leistungsstufe ist für die Beschaffung wesentlich. Ein konventionelles Netzgerät mit starrem Ausgangsbereich kann Überdimensionierung oder mehrere Geräte erfordern. Dieses Modell stellt bei niedrigerer Spannung mehr Strom beziehungsweise bei niedrigerem Strom mehr Spannung bereit—begrenzt durch 640 W sowie die Maximalwerte von 40 V und 40 A. Bei 16 V entsprechen 40 A genau 640 W; bei 40 V sind bei voller Leistung 16 A möglich. 40 V und 40 A gleichzeitig sind nicht verfügbar, weil dafür 1,6 kW erforderlich wären. Deshalb ist das vollständige Lastprofil mit der Leistungshüllkurve abzugleichen.
Geeignete Einsatzfelder sind Entwicklungsarbeitsplätze, Serviceplätze, Qualitätsprüfvorrichtungen, Bauteilcharakterisierung, Niedervoltelektronik, Kfz-Baugruppen, Aktoren, Steuerungen und kleinere automatisierte Prüfsysteme. Frontseitige Ausgangsbuchsen erleichtern flexible Laborarbeiten; ein zusätzlicher rückseitiger Schraubanschluss unterstützt dauerhaft verdrahtete Prüfaufbauten. USB, Steuersoftware-Ressourcen und gespeicherte Presets können wiederkehrende Einstellungen vereinfachen.
Für die Beschaffung dient die Produktseite des EA-PS 5040-40A zur eindeutigen Artikelidentifikation. TPS sollte zusätzlich Lastprofil, Einschaltdauer, Verkabelung, Zubehör, Softwareumgebung, aktuelle Verfügbarkeit und Lieferumfang prüfen. Falls eine andere Spannung, Leistungsklasse, Schnittstelle, Bauform oder eine Quelle-/Senke-Architektur benötigt wird, kann TPS über das Portfolio für programmierbare Labornetzgeräte und Stromversorgungslösungen eine gleichwertige Alternative auslegen.
2. Technische Kerndaten für die Bewertungsmatrix
| Parameter | EA-PS 5040-40A | Bedeutung für die RFQ |
|---|---|---|
| DC-Ausgang | 0–40 V, 0–40 A, 0–640 W | Definiert den Arbeitsbereich; Spannungs-, Strom- und Leistungsgrenzen gelten gemeinsam. |
| AC-Eingang | 90–264 VAC, 45–65 Hz, aktive PFC, Leistungsfaktor >0,99 | Für internationale Nutzung geeignet; Stecker, Leitung, Sicherung und Standortanforderungen sind zu bestätigen. |
| Spannungsperformance | Lastregelung <0,08 %; Netzregelung <0,02 %; Genauigkeit ≤0,2 % | Relevant für Stabilität und Messreserve am Prüfling. |
| Spannungswelligkeit | <80 mVpp; <10 mVrms | Mit der Störempfindlichkeit und angegebenen Messbandbreite abgleichen. |
| Stromperformance | Lastregelung <0,15 %; Netzregelung <0,02 %; Genauigkeit ≤0,2 %; Welligkeit <160 mApp | Wichtig für stromintensive Lasten, Charakterisierung und Wiederholbarkeit. |
| Dynamische Regelung | <1 ms bei Laständerung 10–100 % | Erster Anhaltspunkt bei wechselnden Lasten; kritische Transienten applikationsbezogen validieren. |
| Schutz | OVP, OCP, OPP, OTP | Schützt Prüfling und Quelle; Grenzwerte sowie Abschalt- und Wiederanlaufverhalten abstimmen. |
| Bedienung/Schnittstelle | Blaues LCD, Drehsteller, Tastensperre, 9 Presets, USB | Für manuelle Nutzung und Basisautomatisierung; OS-, Treiber- und Befehlskompatibilität prüfen. |
| Mechanik/Umgebung | Gehäuse 200 × 87 × 331 mm; 4,3 kg; Lüfter; Betrieb 0–50 °C | Bestimmt Platzbedarf, Luftführung, Geräusch, Transport und Vorrichtungskonzept. |
Die Werte stammen aus der bereitgestellten Produktspezifikation. Die Abmessungen beziehen sich auf das Gehäuse, nicht zwingend auf alle hervorstehenden Teile. Für die Bestellung gelten aktuelles Datenblatt und Angebot.
3. Auswahllogik für Technik und Einkauf
3.1 Vollständige Leistungshüllkurve abbilden
Erstellen Sie eine Tabelle mit Nenn-, Start-, Spitzen-, Fehler- und Dauerprüfpunkten. Jede Kombination muss unter 40 V, unter 40 A und bei höchstens 640 W liegen. Leitungsverluste und die tatsächlich am Prüfling benötigte Spannung sind einzubeziehen. Bei gepulsten Lasten, hoher Eingangskapazität oder schnellen Änderungen sollte der RFQ ein Strom-Zeit-Profil oder eine Messkurve beigefügt werden. So kann TPS das dynamische Verhalten bewerten, statt nur eine statische Wattzahl zu vergleichen.
3.2 Manuelle Bedienung oder Automatisierung festlegen
LCD, Drehsteller, Sperrfunktion und neun Speicherplätze eignen sich für wiederkehrende manuelle Abläufe. USB ermöglicht Fernsteuerung; die Ausgangsdokumentation nennt Windows-Steuersoftware und LabVIEW-VIs. Für neue automatisierte Prüfmittel sind dennoch PC-Betriebssystem, Programmierumgebung, Befehlsprotokoll, Trigger, Datenprotokollierung, elektrische Trennung und geplante Supportdauer anzugeben. Ein vorhandener USB-Anschluss allein garantiert noch keine Kompatibilität mit einem aktuellen Software-Image oder einer validierten Produktionssequenz.
3.3 Prüflingsrisiko in Schutzgrenzen übersetzen
OVP, OCP, OPP und Übertemperaturabschaltung sind nur dann wirksam, wenn die Grenzwerte dem sicheren Arbeitsbereich des Prüflings entsprechen. Benennen Sie zulässige Abschaltwerte, erlaubtes Überschwingen, Wiederanlaufregeln und ob Bediener oder Steuerprogramm eine Störung quittieren müssen. Bei empfindlichen Prototypen empfiehlt sich ein konservativer Start mit Validierung an einer unkritischen Last.
3.4 Angebote technisch und kaufmännisch vergleichbar machen
Der Einkauf sollte Angebote nicht nur nach Stückpreis sortieren. Eine belastbare Vergleichsmatrix umfasst den garantierten Arbeitsbereich, Genauigkeit und Welligkeit unter den relevanten Messbedingungen, Schutzfunktionen, Software- und Treiberumfang, enthaltene Leitungen und Adapter, Dokumentation, Kalibrieroptionen, Garantie, Lieferzeit und Supportweg. Wichtig ist außerdem, ob das angebotene Gerät exakt dem freigegebenen Herstellercode und Revisionsstand entspricht. So werden scheinbar günstige Alternativen erkennbar, die später durch fehlendes Zubehör, Integrationsaufwand oder erneute Validierung höhere Gesamtkosten verursachen.
Für Serienprüfplätze sollte zusätzlich geklärt werden, ob Folgegeräte über den geplanten Beschaffungszeitraum mit konsistenter Schnittstelle und vergleichbarem Verhalten verfügbar sind. Benennen Sie im Angebot auch zulässige Ersatzmodelle und das Freigabeverfahren bei Änderungen. TPS kann technische Rückfragen mit der kommerziellen Abwicklung bündeln und damit eine gemeinsame Entscheidungsgrundlage für Engineering, Qualitätsmanagement und Einkauf schaffen.
4. Anwendungseignung—und wann eine andere Architektur sinnvoll ist
Typische Anwendungen sind die Versorgung von 12-V-, 24-V- und 36-V-Subsystemen, Prüfungen von Steuerungen, Motoren, Aktoren, Beleuchtungsmodulen, Wandlern und Elektronikbaugruppen, Burn-in unter definierten DC-Bedingungen, Reparaturdiagnose sowie reproduzierbare Produktionsprüfungen. Die 40-A-Grenze unterstützt Niedervoltsysteme mit höherem Strombedarf; die automatische Leistungsanpassung verbessert die Ausnutzung bei gemischten Prüflingsfamilien.
Das Tischgerät ist nicht automatisch für jedes Projekt optimal. Für den Dauerbetrieb einer Maschine kann ein fest eingebautes Netzgerät passender sein; oberhalb 40 V wird eine höhere Spannungsklasse benötigt; bei rückspeisenden Prüflingen ist eine bidirektionale Quelle/Senke erforderlich; und für dauerhafte Energieaufnahme arbeitet eine regenerative Last effizienter. TPS kann diese Architekturen vergleichen. Als kompaktere Desktop-Referenz dient das EA-PS 3200-02 C Tischnetzgerät. Für erweiterte intelligente Desktop-Funktionen steht die EA-PSI 9000 DT Übersicht zur Verfügung. Leistungsstärkere Rackprojekte lassen sich mit dem EA-PS 10000 3HE vergleichen; zur Energieaufnahme kann eine regenerative DC-Last erforderlich sein.
Das Auswahlprinzip lautet: Architektur aus Lastprofil und Prüfziel ableiten, nicht aus einer bekannten Modellnummer. TPS verfügt über Produkt- und Lösungskompetenz für Tischgeräte, programmierbare Stromversorgung, bidirektionale Module, Lasten, mechanische Integration und Engineering auf Projektebene. Dadurch kann TPS das gewünschte Gerät anbieten oder eine gleichwertige Lösung vorschlagen, wenn die Ausgangsanforderung unvollständig oder technisch eingeschränkt ist.
5. Hinweise zu Integration und Installation
Das Gehäuse ist mit 200 × 87 × 331 mm und 4,3 kg angegeben. Im Projekt sind zusätzlich Füße, Anschlüsse, Steckverbinder, Biegeradien und Belüftung zu berücksichtigen. Ein lüftergekühltes Gerät darf nicht in einem unbelüfteten Fach eingeschlossen werden. Bei mehreren Geräten sind Gesamtwärme, Geräusch, Netzstrom und Wartungszugang zu bewerten.
Bei 40 A wird die Ausgangsverkabelung zum Systembauteil. Leiterquerschnitt, Länge, Isolierung, Temperaturklasse, Anschlusstechnik, Berührungsschutz und zulässiger Spannungsabfall gehören in die Spezifikation. Die Dokumentation zeigt Frontausgänge und einen zusätzlichen rückseitigen Schraubanschluss einschließlich Sense-Kontakten. TPS sollte bestätigen, welcher Anschlusssatz, Sicherheitsadapter, welche Kabelkonfektion und Remote-Sense-Praxis für die angebotene Ausführung gelten. Der genannte optionale Sicherheitsadapter ist mit maximal 32 A angegeben und darf daher nicht ungeprüft für jede 40-A-Anwendung eingeplant werden.
Schaltschrankbauer sollten außerdem externe Schutz- und Schnittstellenfunktionen festlegen: vorgeschaltete Trenneinrichtung, Netzschutz, Not-Halt-Verhalten, Verriegelungen, Schütze der Prüfvorrichtung und sicheres Entladen angeschlossener Kapazitäten. Systemintegratoren sollten Geräteidentität und Konfiguration in der Prüfsoftware erfassen, unbefugte Frontplattenänderungen verhindern und ein Wiederanlaufverfahren nach Kommunikationsverlust oder Schutzauslösung definieren.
Vor der Inbetriebnahme empfiehlt sich ein dokumentierter Abnahmetest: Sichtprüfung, Schutzleiter- und Verdrahtungskontrolle, Funktionsprüfung mit sicherer Last, Kontrolle der programmierten Grenzwerte, Kommunikationsprüfung sowie ein Test der Fehlerreaktion. Die Ergebnisse bilden eine nachvollziehbare Basis für spätere Wartung, Kalibrierung und Austausch.
6. Konformität, Dokumentation und Zuverlässigkeit prüfen
Die bereitgestellte ältere Spezifikation nennt für 40-V-Modelle eine Auslegung nach SELV-Anforderungen mit Bezug auf EN 60950 sowie EMV nach EN 55022 Klasse B. Diese Angaben sind als historische Konstruktionsinformation nützlich, ersetzen jedoch keine aktuelle projektspezifische Konformitätserklärung und belegen nicht automatisch alle Marktanforderungen. Normen und regulatorische Rahmenbedingungen ändern sich; die erforderlichen Nachweise hängen von Zielmarkt, Installation, Endprodukt und Lieferzeitpunkt ab.
Für die RFQ sollten aktuelles Datenblatt, anwendbare Konformitätserklärung, verfügbare Sicherheits- oder EMV-Nachweise, gegebenenfalls CE-/UKCA-Status, Revisions- oder Seriennummernrückverfolgbarkeit, Garantiebedingungen, Kalibriererklärung beziehungsweise Zertifikatsoptionen und Lebenszyklusinformation angefragt werden. Wird das Netzgerät in eine Produktionsvorrichtung eingebaut oder gemeinsam mit einer Maschine exportiert, sind Konformitätsverantwortung und Dokumente der technischen Akte vor der Bestellung zu klären.
Zur Zuverlässigkeitsbewertung gehören Betriebstemperatur, Kühlluftweg, tägliche Einschaltdauer, Lastprofil, Schalthäufigkeit, Verschmutzung, vorbeugende Wartung und Ersatzteilstrategie. Die Spezifikation nennt 0 bis 50 °C im Betrieb und -20 bis 70 °C bei Lagerung. Fragen Sie TPS, ob für die konkrete Anwendung Derating-, Lüfterservice- oder Kalibrierintervalle gelten.
7. Mehrwert von TPS über die Gerätebeschaffung hinaus
Ein BoFu-Käufer benötigt häufig mehr als eine Artikelnummer. TPS Elektronik GmbH kann Arbeitspunkte prüfen, die Eignung der automatischen Leistungshüllkurve bewerten, bei geänderten Anforderungen eine gleichwertige programmierbare Quelle identifizieren und Zubehör oder Systemintegration koordinieren. Das ist besonders für globale B2B-Kunden relevant, die Technik, Einkauf und Projektabwicklung über Standorte hinweg abstimmen müssen.
Für eine direkte Produktanfrage nennen Sie Artikel HEA3591 und Herstellercode 05100306 aus dem Shop-Eintrag zum EA-PS 5040-40A. Für eine umfassendere Anfrage—einschließlich Alternativen, höherer Leistung, Integration oder eines vollständigen Prüfstromversorgungskonzepts—nutzen Sie die TPS-Seite für programmierbare Labornetzgeräte.
8. RFQ-Checkliste für ein belastbares Angebot
- Benötigte Spannungs-/Strompunkte, Maximalleistung, Spitzendauer und Einschaltdauer.
- Prüfling, Einschaltstrom, Kapazität, Transientenprofil und Empfindlichkeit gegen Welligkeit oder Überschwingen.
- Manueller oder automatisierter Betrieb; PC-OS, Software, Protokoll und Logging-Anforderungen.
- Front- oder Rückanschluss; Leitungslänge, Anschlüsse, Sicherheitsadapter und Vorrichtungsdetails.
- Schutzgrenzen, Verriegelungen, Not-Halt-Konzept und Verhalten nach Störungen.
- Zielland, Netzanschluss, Dokumentation, Konformität und Kalibrieranforderungen.
- Menge, gewünschter Liefertermin, Projektphase, Garantieerwartung und bevorzugte Incoterms.
Mit diesen Angaben kann TPS das angefragte Modell bestätigen oder mit weniger Rückfrageschleifen eine technisch gleichwertige Alternative empfehlen.
9. Häufig gestellte Fragen
Kann das EA-PS 5040-40A 40 V und 40 A gleichzeitig liefern?
Nein. Das Gerät ist auf 640 W begrenzt. Innerhalb der automatisch geregelten Leistungshüllkurve sind 40 A bei niedrigerer Spannung oder 40 V bei geringerem Strom möglich; 40 V × 40 A würden 1.600 W erfordern.
Ist das Gerät für einen automatisierten Prüfstand geeignet?
Es verfügt über USB; die Ausgangsdokumentation nennt Windows-Steuersoftware und LabVIEW-VIs. Teilen Sie TPS Betriebssystem, Softwareumgebung, Befehls- und Validierungsanforderungen mit, damit die Kompatibilität der aktuellen Ausführung bestätigt werden kann.
Welche Schutzfunktionen sind vorhanden?
Die Spezifikation nennt einstellbaren Überspannungs-, Überstrom- und Überleistungsschutz sowie Übertemperaturabschaltung. Grenzwerte und Rücksetzverhalten sind gegen den sicheren Arbeitsbereich des Prüflings zu validieren.
Eignet sich das Gerät für internationale Projekte?
Der Eingang von 90–264 VAC bei 45–65 Hz mit aktiver PFC unterstützt einen breiten Netzbereich. Länderspezifische Netzkabel, Zulassungen, Dokumente und Pflichten des Endprodukts müssen dennoch geprüft werden.
Welche Angaben gehören in die Angebotsanfrage?
Nennen Sie Lastpunkte, Transienten und Einschaltdauer, Schnittstellen, Verkabelung und Zubehör, Zielland, Menge, Lieferplan sowie geforderte Konformitäts- oder Kalibrierdokumente. TPS kann dann das gewünschte Gerät anbieten oder eine gleichwertige Lösung vorschlagen.



