Was ist das rauscharme programmierbare TPS‑DC‑Netzteil für Präzisions‑Analogschaltungstests und warum ist es entscheidend für empfindliche Messgenauigkeit?

7 Min Lesezeit
Geschrieben von
Tang Marcus
Veröffentlicht am
24. Juli 2026

Für Systemintegratoren, Schaltschrankbauer und technisch orientierte Beschaffungsteams geht es bei der Auswahl eines Netzteils für Präzisions‑Analogtests nicht nur um Spannung und Strom. Es geht auch um spektrale Reinheit, die Vermeidung von Erdschleifen, die Genauigkeit der Remote‑Sense‑Messung und darum, ob das Netzteil Artefakte einführt, die genau die Signale verdecken, die der Ingenieur messen möchte. Wenn ein 24‑Bit‑ADC‑Evaluierungsboard von einem verrauschten Schaltnetzteil gespeist wird, gehen die letzten drei Bits der Messung im netzteilinduzierten Rauschen verloren, wodurch die Präzision des Wandlers bedeutungslos wird.

Die programmable power supply dc adressieren diese Herausforderungen an ihrer Wurzel. Durch die Kombination von fortschrittlicher Linearregelung, hochauflösender digitaler Steuerung und sorgfältiger Beachtung von leitungsgeführter und gestrahlter EMV liefert TPS saubere, stabile DC‑Leistung, die die Integrität empfindlicher analoger Messungen bewahrt. Dieser Artikel untersucht die Architektur und die wichtigsten Eigenschaften dieser Netzteile und erklärt, warum sie die bevorzugte Wahl für Präzisions‑Analogschaltungstests sind.

Warum Netzteilrauschen die Messgenauigkeit begrenzt

Bei Präzisions‑Analogtests koppelt jedes Millivolt Rauschen auf der Versorgungsschiene durch die endliche und bei höheren Frequenzen abnehmende Versorgungsspannungsunterdrückung (PSRR) in das Prüfobjekt (DUT) ein. Ein Schaltnetzteil mit einer typischen Ausgangsrestwelligkeit von 50 mV Spitze‑Spitze kann Breitbandrauschen in eine hochverstärkende Verstärkerkette einbringen, das als erhöhter Rauschpegel oder diskrete Störsignale in einem FFT‑Spektrum erscheint. Für einen 16‑Bit‑ADC, der mit einer 2,5 V‑Referenz arbeitet, repräsentiert ein LSB 38 µV; eine Restwelligkeit von nur 1 mV begräbt effektiv 26 LSBs.

Ein rauscharmes programmierbares DC‑Netzteil adressiert dies, indem es sowohl die niederfrequente Restwelligkeit (typisch bei Netzfrequenz‑Oberschwingungen) als auch das hochfrequente Schaltrauschen (vom internen DC‑DC‑Wandler) minimiert. Der TPS‑Ansatz, beispielhaft dargestellt durch die EA‑PSI 9000 DT Tischgeräteserie und die Rack‑Mount‑Serie mit hoher Leistung, verwendet eine Kombination aus aktiver Filterung, linearer Nachregelung und sorgfältigem PCB‑Layout, um Ausgangsrauschpegel zu erreichen, die um Größenordnungen unter denen von Standard‑Schaltnetzteilen liegen. Für einen breiteren Überblick über die Technologieoptionen lesen Sie den Leitfaden zu Top‑Auswahl an programmierbaren Netzteilen.

Multi‑Unit Parallel Bidirectional Power Supply System 1920 kW ATE Rack Configuration – TPS Elektronik

Architektur der rauscharmen programmierbaren TPS‑Netzteile

Die Plattform der programmierbaren TPS‑Netzteile basiert auf einem hocheffizienten Front‑End‑AC‑DC‑Wandler mit aktiver Leistungsfaktorkorrektur, gefolgt von einer präzisen linearen oder aktiv gefilterten Ausgangsstufe. Diese hybride Architektur erreicht einen Gesamtwirkungsgrad von bis zu 95,8 % bei gleichzeitiger Beibehaltung eines Ausgangsrauschens, das mit dem eines reinen Linearnetzteils vergleichbar ist. Der Schlüssel zu dieser Leistung ist der digitale Regelkreis, der hochauflösende ADCs und DACs zur präzisen Ausgangsregelung verwendet, sowie eine Autoranging‑Ausgangsstufe, die eine niedrige Ausgangsimpedanz über einen weiten Spannungs‑ und Strombereich aufrechterhält.

Die Plattform unterstützt mehrere Regelmodi—Konstantspannung (CV), Konstantstrom (CC), Konstantleistung (CP) und Konstantwiderstand (CR)—und ermöglicht es dem Netzteil, eine Vielzahl von Quellencharakteristiken nachzubilden. Der schnelle Übergang zwischen den Modi stellt sicher, dass das Netzteil beim Übergang des DUT von einem Betriebsbereich in einen anderen nicht über- oder unterschwingt. TPS‑Netzteile sind in einer vollständigen Palette von Formfaktoren erhältlich, die in der Kategorie für programmierbare Netzteile detailliert beschrieben sind.

programmable power supply dc

Restwelligkeit, Rauschen und spektrale Reinheit

Die Ausgangsrestwelligkeit wird als Kombination aus niederfrequenter Restwelligkeit (bezogen auf die Netzfrequenz und ihre Oberschwingungen) und hochfrequentem Rauschen (erzeugt durch den Schaltvorgang des internen Wandlers) spezifiziert. TPS‑Netzteile erreichen typische Restwelligkeitswerte im niedrigen Millivoltbereich. Das Rauschen wird ferner durch seinen spektralen Inhalt charakterisiert: Im Gegensatz zu einem einfachen Linearnetzteil, das möglicherweise ein dominantes 50/60 Hz‑Brummen aufweist, muss ein hochwertiges programmierbares Netzteil auch Rauschen bei Frequenzen bis weit in den MHz‑Bereich unterdrücken, wo Schaltartefakte empfindliche HF- oder Hochgeschwindigkeits‑Digitalschaltungen auf dem DUT stören könnten.

Das rauscharme TPS‑Design umfasst Ausgangsfilterung und Abschirmung, die diese hochfrequente Energie wirksam eindämmen und sicherstellen, dass das Netzteil nicht zu einer Quelle gestrahlter EMV im Testaufbau wird. Dies ist besonders wichtig, wenn mehrere Geräte in unmittelbarer Nähe in einem Testrack betrieben werden.

Remote‑Sensing und Lastregelung

Selbst ein perfekt ruhiges Netzteil kann eine fehlerhafte Spannung an das DUT liefern, wenn der Spannungsabfall in den Lastleitungen nicht kompensiert wird. Bei einem Laststrom von 10 A führt ein Gesamtleitungswiderstand von nur 10 mΩ (leicht erreicht mit einem Meter dünner Messleitungen) zu einem Spannungsfehler von 100 mV—katastrophal für eine Schaltung, die 3,300 V erwartet. TPS‑Programmierbare Netzteile verfügen über Remote‑Sense‑ (Kelvin‑) Anschlüsse, die die Spannung direkt an den DUT‑Klemmen messen und den Ausgang in Echtzeit anpassen, um Leitungsverluste zu kompensieren. Dieses 4‑Leiter‑Anschlussschema ist Standardpraxis in der Präzisionsmesstechnik und wird im gesamten TPS‑Sortiment unterstützt.

Digitale Steuerung, Auflösung und Programmierung

Präzisionstests sind selten eine statische Angelegenheit. Ein Ingenieur muss möglicherweise die Versorgungsspannung in 10 mV‑Schritten von 1,8 V auf 5,0 V durchfahren und dabei den Stromverbrauch des DUT protokollieren. TPS‑Netzteile bieten hochauflösende Programmierung (typisch 16‑Bit oder besser bei den Sollwert‑DACs) und Messrückmeldung (mit einer Genauigkeit von ≤0,05 % v.E. für Spannung und ≤0,1 % v.E. für Strom). Eingebaute USB‑ und Ethernet‑Schnittstellen als Standard ermöglichen die direkte Steuerung über SCPI‑Befehle, während optionale Feldbus‑Module (CAN, Profibus, EtherCAT, Modbus) die Integration in größere industrielle ATE‑Systeme ermöglichen. Dies macht sie nicht nur für die F&E‑Tischplatte, sondern auch für automatisierte Produktionstestsysteme geeignet.

EMV, Sicherheit und Systemintegration

Ein rauscharmes Netzteil muss nicht nur an seinem Ausgang ruhig, sondern auch elektromagnetisch verträglich mit seiner Umgebung sein. TPS‑Programmierbare Netzteile erfüllen die Grenzwerte für leitungsgeführte und gestrahlte Störaussendung der EN 55032 Klasse A (CISPR 32) und stellen so sicher, dass sie keine nahegelegenen empfindlichen Geräte stören. Für die Störfestigkeit sind die Netzteile so ausgelegt, dass sie den Prüfpegeln der Normenreihe IEC 61000‑4‑x standhalten. Die Sicherheit wird durch die Einhaltung der EN/IEC/UL 61010‑1 gewährleistet, der harmonisierten Norm für Mess‑, Steuer‑ und Laborgeräte. TPS‑Netzteile sind in IP20‑Gehäusen untergebracht, wobei Rack‑Mount‑Optionen von 1U bis 6U erhältlich sind.

Anwendungsszenarien: Analog‑Schaltungstest, Sensor‑Evaluierung und Metrologie

  • Evaluierung von Präzisions‑Analog‑ und Mixed‑Signal‑ICs: Bereitstellung sauberer Versorgung für Op‑Amps, ADCs, DACs und Spannungsreferenzen während der Charakterisierung.
  • Testen empfindlicher Sensoren: Versorgung von Dehnungsmessstreifen, Fotodioden und MEMS‑Sensoren, bei denen das Netzteilrauschen direkt die Auflösung begrenzt.
  • Metrologie- und Kalibrierlabore: Einsatz als stabile, programmierbare Spannungsquelle zur Kalibrierung von Multimetern und Datenerfassungssystemen.
  • Rauscharme HF- und Mikrowellenschaltungstests: Bereitstellung von Vorspannungen für LNAs, Mischer und VCOs ohne Einführung unerwünschter Modulation.

Ultra Low Ripple Noise Comparison Graph Programmable DC Supply vs Standard PSU

RFQ‑Checkliste für Präzisions‑Programmierbare DC‑Netzteile

  • Spannungs‑ und Strombereich: Maximal benötigte Spannung und Strom und ob Autoranging vorteilhaft ist.
  • Rausch‑ und Restwelligkeitsspezifikation: Maximal zulässige Ausgangsrestwelligkeit und -rauschen (mVss oder mVeff).
  • Programmierauflösung: Erforderliche Sollwertauflösung (z. B. 1 mV, 0,1 mA).
  • Remote‑Sense: Ist eine 4‑Leiter‑Kelvin‑Verbindung erforderlich?
  • Schnittstellen: USB, Ethernet oder spezifischer Feldbus (CAN, Profibus usw.).
  • Formfaktor: Tischgerät, 1U, 2U oder ein anderes Rack‑Mount‑Format.
  • Stückzahlen und Zeitplan: Prototyp‑, Pilot- und Serienvolumen.

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Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die typische Ausgangsrestwelligkeit eines rauscharmen programmierbaren TPS‑Netzteils?
Das rauscharme TPS‑Netzteil erreicht Restwelligkeit und Rauschen im niedrigen einstelligen Millivoltbereich und eignet sich damit zur Versorgung empfindlicher analoger Schaltungen.

Bietet TPS ein rein lineares Netzteil an?
TPS‑Netzteile nutzen fortschrittliche Filter‑ und Regelungstechniken, um eine Rauschleistung zu erzielen, die der eines reinen Linearnetzteils nahekommt, und bieten gleichzeitig die Effizienz und Programmierbarkeit einer modernen digitalen Plattform. Für die empfindlichsten Anwendungen kann TPS das optimale Modell aus seinem umfassenden Portfolio empfehlen.

Wie verbessert Remote‑Sense die Messgenauigkeit?
Remote‑Sense kompensiert den Spannungsabfall in den Lastleitungen und stellt sicher, dass die Spannung an den DUT‑Klemmen genau dem programmierten Wert entspricht, unabhängig vom Laststrom.

Wo finde ich die vollständigen technischen Spezifikationen?
Datenblätter und Applikationsschriften sind auf der TPS Kategorieseite für programmierbare Netzteile oder über die Tischgeräteseite verfügbar.

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