EA-PS 3200-02 C programmierbares DC-Tischnetzgerät (160W, 0–200V, 0–2A): Auto-Ranging, SCPI/Modbus RTU & Fernfühlung — BoFu Einkaufsleitfaden

6 Min Lesezeit
Geschrieben von
Lily Li
Veröffentlicht am
18. März 2026

In B2B-Projekten entscheidet nicht die Wattzahl, sondern der Prozess: Reproduzierbarkeit, Freigaben, Dokumentation und die Frage,
ob Tests in Labor und Produktion gleich laufen.
Das EA-PS 3200-02 C ist ein kompaktes programmierbares DC-Tischnetzgerät für
industrielle Tests: Weitbereichseingang 90–264Vac mit aktiver PFC,
flexible Auto-Ranging-Ausgangsstufe, Schutzfunktionen (OVP/OCP/OPP/OTP), serienmäßige Fernfühlung
sowie Automatisierung über SCPI und Modbus RTU.

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Quick Specs: warum EA-PS 3200-02 C für industrielle Testabläufe passt

Das EA-PS 3200-02 C gehört zur EA-PS 3000 C Serie und ist ideal für „hohe Spannung, niedriger Strom“:
0–200V und 0–2A bei 0–160W.
Durch Weitbereichseingang 90–264Vac (45–66Hz) und aktive PFC ist es weltweit einsetzbar — ein echter Vorteil,
wenn ihr Labore und Produktionslinien in US und DE standardisieren wollt.

  • Auto-Ranging: ein Gerät deckt mehr Testfälle ab als Fixed-Range-Netzteile.
  • Hohe Genauigkeit & schnelle Regelung: weniger „Geisterfehler“ zwischen Teststationen.
  • Fernfühlung serienmäßig: kompensiert Leitungsabfälle bis zum Prüfling.
  • Schutzfunktionen: OVP/OCP/OPP/OTP reduzieren Risiko bei Fehlbedienung, Kurzschluss oder Skriptfehler.
  • Automatisierung: SCPI & Modbus RTU, optionale USB/LAN/Analog-Schnittstellenkarten.
  • Entladeschaltung: Output unter 60V in ≤10s – sicherer und schneller im Handling.
Parameter EA-PS 3200-02 C Nutzen im Projekt
Leistung 0–160W (Auto-Ranging) Mehr Abdeckung statt mehrere SKUs
Spannung / Strom 0–200V / 0–2A HV-Rails, Kommunikation, Validierung
Eingang 90–264Vac, 45–66Hz, aktive PFC Global standardisierbar
Ripple (Modell) 70mVpp / 13mVrms Stabilere Messergebnisse
Abmessung / Gewicht 308 × 103 × 323 mm / ~4kg Bench-Dichte und Shelf-Planung

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Desktop programmable DC power supply on an electronics test bench with DUT, remote sense leads, and automated test laptop.
Programmierbares DC-Tischnetzgerät auf einem Elektronik-Arbeitsplatz mit Prüfling, Sense-Leitungen und Laptop für automatisierte Tests.

Infographic spec card for EA-PS 3200-02 C showing 160W, 0-200V, 0-2A, 90-264Vac, auto-ranging, SCPI/Modbus, remote sense.
Infografik-Karte mit Quick Specs: 160W, 0–200V, 0–2A, 90–264Vac, Auto-Ranging, SCPI/Modbus, Fernfühlung, OVP/OCP/OPP/OTP.

Auto-Ranging erklärt: warum 160W mehr abdeckt als Fixed-Range

Auto-Ranging ist ein echter Kosten- und Prozesshebel: statt einer festen „Rechteck“-Kennlinie
passt die Ausgangsstufe Spannung und Strom so an, dass die maximale Ausgangsleistung nicht überschritten wird.
Ergebnis: höhere Spannung bei kleinerem Strom oder höherer Strom bei kleinerer Spannung — innerhalb einer konstanten Leistungsgrenze.

Für BoFu-Einkauf heißt das: weniger Gerätevarianten, weniger Work Instructions, weniger Teststationen „blockiert“,
weil gerade die falsche Spannungs-/Stromklasse am Platz steht.
Für Engineering heißt es: weniger Skriptvarianten und einfachere Standardisierung.

Praxis-Tipp: Der maximale Leistungswert ist einstellbar — damit könnt ihr in der frühen Validierung die „Damage Energy“ begrenzen
und später für Produktionstests den Bereich erweitern.

Chart illustrating auto-ranging power envelope: constant power limit with tradeoff between voltage and current for a 160W programmable DC supply.
Diagramm einer Konstantleistungs-Kennlinie (160W) mit Spannungs- und Stromachse, das die Auto-Ranging-Nutzfläche zeigt.

Genauigkeit, Regelung, Ripple: was eure DUTs wirklich sehen

Wenn Station A und Station B unterschiedliche Messwerte liefern, verbrennt ihr Wochen.
In der EA-PS 3000 C Serie sind hohe Genauigkeit und gute Regelwerte spezifiziert:
U-Genauigkeit <0,1%, I-Genauigkeit <0,2%, schnelle Ausregelung (<2ms, 10–100% Last),
sowie sehr gute Line-/Load-Regelung.
Das ist relevant für empfindliche Analogpfade, Kommunikationsmodule und HV-Bias-Netze.

Für das EA-PS 3200-02 C ist Ripple/Noise mit 70mVpp / 13mVrms angegeben.
Wichtig: Ripple muss korrekt gemessen werden (Bandbreite + Kondensator-Setup), sonst entstehen scheinbar „schlechte“ Werte
und unnötige Eskalationen im Design-Review.

Der temperaturgeregelte Lüfter unterstützt lange Testläufe: weniger Drift, weniger thermische Überlastung,
weniger ungeplante Unterbrechungen — ein Argument, das Einkauf und Produktion gleichermaßen verstehen.

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Diagram showing ripple measurement setup with scope bandwidth limit, short ground spring, and parallel 0.1uF + 47uF capacitors at DUT terminals.
Technisches Diagramm: Ripple-Messaufbau mit Bandbreitenlimit am Oszilloskop, kurzer Massefeder, 0,1uF+47uF parallel direkt am Prüfling.

Schutz & Entladung: weniger Schaden, mehr Sicherheit, schnellere Taktzeit

In Labor und Produktion passieren Fehler: Kurzschluss, falsche Grenzwerte im Skript, Bedienfehler, Lastsprünge.
EA-PS ermöglicht einstellbare Schwellen für OVP, OCP und OPP;
bei Erreichen wird der Ausgang abgeschaltet und eine Alarmmeldung auf Display und Schnittstellen ausgegeben.
Zusätzlich gibt es Übertemperaturschutz.

Bei hohen Spannungen ist die Entladung entscheidend: eine Entladeschaltung kann den Ausgang auf <60V in ≤10s bringen.
Das reduziert Wartezeiten beim Umstecken und verbessert die Arbeitssicherheit.
In Produktion kann das direkt auf die Zykluszeit wirken.

Der Farbbildschirm hilft im Alltag: Soll-/Istwerte und Zustände sind auf einen Blick sichtbar — weniger Schulungsaufwand,
weniger Fehlbedienung, schnellere Fehlerdiagnose.

UI mockup infographic of a programmable DC power supply color display showing voltage/current/power, OVP/OCP/OPP status, and alarm indication.
UI-Infografik eines Farbdruck-Displays mit U/I/P-Anzeige und Schutzsymbolen OVP/OCP/OPP/OTP sowie Alarmbanner.

Fernfühlung: Spannung am Verbraucher statt am Netzteil

Fernfühlung (Sense) ist ein unterschätzter „Korrelations-Booster“: Das Gerät regelt nicht am Ausgangsterminal,
sondern am Prüfling und kompensiert Leitungsabfälle.
Gerade bei Fixtures, Safety-Resistoren und längeren Leitungen reduziert das die Varianz zwischen Teststationen.

Die Sense-Funktion ist serienmäßig vorhanden, das Gerät erkennt angeschlossene Sense-Leitungen automatisch und regelt die Spannung
direkt am Verbraucher.

Schnittstellen & Automatisierung: SCPI, Modbus RTU, USB/LAN/Analog, LabVIEW

Für BoFu ist Automatisierung häufig „Make-or-break“.
EA-PS unterstützt SCPI und Modbus RTU und bietet optionale, einfach nachrüstbare Schnittstellenkarten:
USB, USB + Ethernet (RJ45) sowie USB + Analog.
Die analoge Schnittstelle ist galvanisch getrennt (15-pol Sub-D), Signalbereich 0–5V oder 0–10V umschaltbar.

Zusätzlich wird „EA Power Control“ (Windows) für einfache bis komplexe Tests genannt, inkl. CSV/Excel-basierter Sequencing-Workflows.
Eine optionale „Multi Control“-Funktion kann bis zu 20 Geräte steuern (lizenzpflichtig). LabVIEW VI Support ist ebenfalls referenziert.

Autoritative externe Links (nofollow):
Modbus Organization,
NI LabVIEW.

Use Cases: Automation, Kommunikation, HV-Rails, Verifikation & Produktionstest

Das EA-PS 3200-02 C spielt seine Stärken aus, wenn ihr 0–200V kontrolliert, reproduzierbar und automatisiert benötigt:

  • Automation/Antriebssysteme: kontrollierte Limits für HV-Teile und Subsysteme.
  • Kommunikationsgeräte: Validierung von HV-Bias- oder Zwischenkreisszenarien innerhalb definierter Grenzen.
  • Verifikation: Sweep- und Step-Tests via SCPI/Modbus-Skripte.
  • Produktionstest: klare Grenzwerte, Alarmzustände und Entladung für kürzere Taktzeiten.

RFQ-Checkliste: was der Einkauf vor Bestellung klären sollte

  • Menge & Ramp: Proto → Pilot → Serie.
  • Schnittstellenbedarf: USB vs USB+LAN vs USB+Analog (isoliert). Klären, ob Karte enthalten ist oder separat bestellt wird.
  • Automatisierung: SCPI/Modbus/Analog, Softwareumgebung (LabVIEW, Windows), Multi-Control Bedarf.
  • Testaufbau: Sense-Leitungen, Fixture-Längen, Safety-Anforderungen, Entladeverhalten.
  • Doku/Kalibrierung: Zertifikate, Prüfprotokolle, QA-Anforderungen.

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Wann DIN-Schiene oder IPC-Netzteile sinnvoller sind (interne Links)

Ein programmierbares Tischnetzgerät ist ideal für Test und Verifikation.
Für 24/7-Feldversorgung oder Schaltschrank-Standards sind oft andere Bauformen besser:

FAQ

Ist das EA-PS 3200-02 C für automatisierte industrielle Tests geeignet?
Ja. SCPI und Modbus RTU werden unterstützt, dazu optionale USB/LAN/Analog-Schnittstellen und Sequencing-Workflows.
Warum ist Auto-Ranging bei 160W wichtig?
Auto-Ranging bildet eine Konstantleistungs-Kennlinie und deckt dadurch mehr Testfälle ab als Fixed-Range-Geräte.
Brauche ich Fernfühlung (Sense)?
Bei Fixtures, langen Leitungen oder hoher Vergleichbarkeit zwischen Stationen hilft Sense, die Spannung am Prüfling stabil zu halten.
Was muss der Einkauf vor Bestellung klären?
Schnittstellenoption (USB/LAN/Analog), Kalibrier-/Dokumentationsbedarf und ob Interface-Karten enthalten sind oder separat bestellt werden.
Hilft die Entladung bei Sicherheit und Taktzeit?
Ja. Eine Entladeschaltung (Uout < 60V in ≤10s) reduziert Wartezeiten beim Umstecken und verbessert das Handling im Labor/Line-Test.
Checkboxes
Hinweise siehe Datenschutz.