Entscheidend sind Thermik, EMV-Verhalten, Dokumentation und die Frage, ob euer Gerät ohne Nacharbeit abgenommen wird.
Die TPS-GSH180S Serie ist ein kompaktes, ein-ausgängiges Open-Frame AC/DC Schaltnetzteil mit
85–264Vac bzw. 120–370Vdc Eingang, Active PFC und bis zu 4000Vac Isolation.
Ausgelegt für industrielle Steuerungen, Automation und Kommunikationsgeräte mit hohen Anforderungen an Effizienz und Zuverlässigkeit.
TPS-GSH180S-24V bestellen / RFQ senden
|
24V mit Grundplatte wählen (mehr thermische Reserve)
Was ist TPS-GSH180S (und was „Open Frame / Enclosed“ im Projekt wirklich bedeutet)
Die TPS-GSH180S Serie ist ein ein-ausgängiges Open-Frame AC/DC Netzteil für den Einbau in euer Gerät.
„Open Frame“ bedeutet: die Leistungselektronik ist als Leiterplatte ausgeführt und nicht als geschlossenes Hutschienengehäuse.
„Enclosed“ wird in B2B-Projekten häufig über euer Endgerät-Gehäuse oder eine Schutzabdeckung realisiert:
berührungssicher, definierte Luftführung, reproduzierbare Erdung/Schirmung.
Der Vorteil: sehr kompakt (ca. 4 × 2 × 0,7 inch Klasse), flexibel in Montage/Einbau, effizient.
Der „Preis“: Gehäuse, Luftführung und Kabeldesign werden Teil des Netzteil-Konzepts. Genau dort entstehen die meisten Feldprobleme
(Hotspots, EMV-Streuprobleme, lose Erdung, schlechte Wartbarkeit).
Direkt zur Beschaffung nach Spannung:
12V,
24V,
24V mit Grundplatte,
36V,
48V.

SKU-Auswahl: 12V / 24V / 24V+Grundplatte / 36V / 48V
BoFu-Einkauf braucht klare Zuordnung: „Anforderung → bestellbarer Artikel“.
Die TPS-GSH180S Serie deckt gängige Industrie-DC-Busse ab. Entscheidet nach Lasttyp, Leitungswegen und vorhandener DC/DC-Stufe im System.
- 12V — Embedded-Elektronik, Sensorik, Legacy-12V-Lasten:
TPS-GSH180S-12V - 24V — Standardbus in der Automation (I/O, Relais, Feldgeräte):
TPS-GSH180S-24V - 24V mit Grundplatte — wenn mechanische Stabilität und Wärmeabfuhr kritisch sind:
TPS-GSH180S-24V (mit Grundplatte) - 36V — Kommunikationsgeräte, spezielle DC-Busse, bestimmte LED-Stränge:
TPS-GSH180S-36V - 48V — Telecom/PoE-nahe Architekturen, längere Leitungen, Treiber:
TPS-GSH180S-48V

Elektrische Performance, die in der Integration zählt
Weitbereich AC/DC, PFC, Inrush und Low-Line-Derating
Die Serie unterstützt 85–264Vac sowie 120–370Vdc — hilfreich bei globalen Netzen, US/EU-Varianten oder DC-Zwischenkreisen.
Mit Active PFC erreicht das Netzteil einen hohen Leistungsfaktor bei Volllast (typisch >0,98 bei 115Vac und >0,95 bei 230Vac).
Für Mehrfach-Netzteile in Schaltschränken ist der Einschaltstrom (Inrush) relevant (Cold Start, typisch 40A bei 120Vac, 75A bei 240Vac).
Wichtig für Low-Line-Betrieb: die Kurve „Input Voltage–Output Power“ zeigt, dass bei sehr niedriger Eingangsspannung die verfügbare Ausgangsleistung
zu reduzieren ist (z. B. ~60% bei 85Vac, ~83,3% bei 115Vac), während bei höheren Eingangsspannungen die volle Leistung möglich ist.
Das sollte in eurem Design-Review als Derating-Regel dokumentiert werden.
Regelung, Ripple-Messmethode und Ausgangs-Trimm
TPS-GSH180S bietet eine stabile Regelung (Line/Load) und eine Ausgangsspannungs-Justage zur Kompensation von Leitungslängen oder Diodenabfällen.
Typische Trimm-Fenster (je nach Modell) sind z. B. 11,4–12,8V (12V), 22,8–27V (24V),
33–39V (36V) und 45,6–54V (48V).
Ripple/Noise muss korrekt gemessen werden: im Datasheet ist die Methode beschrieben (0,1µF Keramik + 47µF Elektrolyt parallel am Ausgang,
Messung mit 20MHz Bandbreite). Ohne diesen Aufbau wirken die Messwerte oft deutlich schlechter und verursachen unnötige Design-Schleifen.
Schutzfunktionen: UVP / OCP-Hiccup / OVP / OTP
Für industrielle Zuverlässigkeit sind definierte Fehlerfälle entscheidend:
Eingang-Unterspannungsschutz, Kurzschluss, Überstrom (typisch Hiccup-Mode mit Auto-Recovery),
Überspannung (Ausgang aus, Restart zur Wiederherstellung) sowie Übertemperatur (Abschaltung, Auto-Recovery nach Abkühlung).
Damit lassen sich Feldfehler oft „kontrolliert“ behandeln statt Folgefehler im System zu erzeugen.

Thermik: ~120W Selbstkühlung vs. 180W mit Lüfter (~10CFM) + Derating
Die Serie wird in der Praxis in zwei Betriebsmodi ausgelegt:
Selbstkühlung / Natural Convection (typisch ~120W) und Lüfter-Unterstützung (bis 180W mit ~10CFM).
Die häufigste Integrationsfalle: 180W „einplanen“, aber Luftführung, Einbaulage oder Kabelblockaden nicht als System-Requirement definieren.
Die Temperatur-Last-Kurve zeigt klar: bei höheren Umgebungstemperaturen ist Selbstkühlung deutlich stärker zu deraten als Lüfterbetrieb.
Für Schaltschränke/Boxen mit >40°C Innenluft gilt: entweder Leistung reduzieren, Luftstrom definieren oder über Grundplatte/konduktive Montagefläche
zusätzliche Wärmeabfuhr sicherstellen.
- Luftweg definieren: Einlass/Auslass statt „irgendwie Konvektion“.
- Clearance halten: keine Kabelbündel über Hotspots.
- Grundplatte nutzen: bessere Wärmeverteilung + mechanische Stabilität.
- Low-Line validieren: geringere Eingangsspannung = geringere verfügbare Leistung + potenziell höhere thermische Belastung.
Bei knapper Thermik: 24V mit Grundplatte wählen
48V Bus benötigt? TPS-GSH180S-48V bestellen / RFQ

Mechanik: Abmessungen, Anschlüsse, Grundplatte, LED/ADJ, Montage
Mechanische Reproduzierbarkeit ist Produktions-ROI. Die Standardabmessung liegt bei ca.
101,6 × 50,8 × 17,8 mm; mit Aluminiumplatte steigt die Höhe auf ca. 20,3 mm.
Das passt in flache Gehäuse, kompakte Kommunikationsboxen oder „Smart Devices“ mit geringer Bauhöhe.
Die Zeichnung zeigt außerdem eine definierte Lüfterposition (40×40×15mm Klasse), einen sichtbaren LED-Indikator für Service
sowie einen ADJ-Punkt für Ausgangstrimm. Für Serie: Ausgangstrimm als Prozess definieren (Sollwert, Toleranz, Prüfprotokoll),
insbesondere wenn Kundenaudits/Abnahmen üblich sind.
Für Kabelbaum/Steckverbinder ist die Pin-Zuordnung dokumentiert (AC(N)/DC-, AC(L)/DC+ sowie +Vo/-Vo).
Genau hier passieren im Feld die meisten Montagefehler — daher: Keying, klare Kennzeichnung, Arbeitsanweisung mit Foto/Diagramm.

Compliance & EMV: IEC 62368-1, CISPR 32 / EN 55032 Class B, Surge
In B2B-Projekten entscheidet oft die Dokumentations- und Compliance-Story über die Freigabe.
Das Datasheet referenziert Sicherheits- und EMV-Rahmen (u. a. IEC 62368 sowie CISPR 32 / EN 55032 Class B
und IEC/EN 61000-4-Immunität). Trotzdem gilt: die finale EMV-Performance hängt von Gehäuse, Kabelführung und Erdung ab.
Netzteil-Compliance ist „notwendig“, aber euer System muss sie „einlösen“.
- Sicherheit: IEC 62368-1 ist ein hazard-based Sicherheitsstandard für ICT/AV-nahe Gerätetypen und verwandte Klassen.
- Emissionen: CISPR 32 / EN 55032 Class B ist relevant, wenn strengere Grenzwerte (wohnumfeldnah) im Raum stehen.
- Immunität: IEC/EN 61000-4 Referenzen helfen bei ESD/EFT/Surge-Testplanung und Risikobewertung.
Autoritative Referenzen (nofollow):
IEC 62368-1,
CISPR 32,
IEC 61000-4-5 (Surge).
Anwendungen je Spannung (Automation, Kommunikation, LED, Messgeräte)
12V: Embedded und Legacy-Lasten
12V ist sinnvoll bei Embedded-Systemen, Sensorik oder klassischen 12V-Lasten. Bei langen Leitungen ist Spannungsabfall zu beachten;
ggf. ist 24V/48V robuster und wird downstream gewandelt.
TPS-GSH180S-12V bestellen / RFQ.
24V: Standard in der Industrieautomation
24V ist der Default in vielen Schaltschränken: I/O, Relais, Feldgeräte, Steuerungsmodule.
Gute Balance aus Kompatibilität und geringerer Leitungsverlusten im Vergleich zu 12V.
TPS-GSH180S-24V bestellen / RFQ.
24V mit Grundplatte: wenn Thermik und Mechanik entscheidend sind
Bei höheren Umgebungstemperaturen, begrenzter Konvektion, Vibration oder thermischen Zyklen bietet die Grundplatte Vorteile:
bessere Wärmeverteilung, stabilere Montage, reproduzierbarere Produktion.
24V mit Grundplatte wählen.
36V / 48V: Kommunikation, längere Leitungen, spezielle DC-Busse
Höhere Busspannung reduziert Strom und I²R-Verluste und verbessert Leitungsabfall-Toleranz.
36V/48V passen oft zu Kommunikations-Architekturen oder bestimmten LED/Driver-Systemen:
36V ·
48V
RFQ-Checkliste (Rückfragen reduzieren, Freigabe beschleunigen)
Für ein „einmal richtig“ Angebot sollten im RFQ mindestens enthalten sein:
- SKU + Menge (Proto/Pilot/Serie) und Zielspannung.
- Eingangsbedingungen: niedrigste AC/DC-Spannung, Dauerbetrieb bei Low-Line ja/nein.
- Thermik: Selbstkühlung vs. Lüfterbetrieb; erwartete Innen-Temperatur im Gehäuse.
- Mechanik: Einbaulage, Clearance, konduktive Montagefläche verfügbar?
- EMV: Kabellängen, Schirmung, Gehäusematerial, Grenzwertanforderungen.
- Dokumente: benötigte Nachweise/Unterlagen fürs Kunden-Audit.
RFQ direkt über TPS-GSH180S-24V starten
Bei Thermikrisiko: 24V mit Grundplatte anfragen
Alternativen: DIN-Schiene oder ATX/IPC-Netzteile
TPS-GSH180S ist ideal für den Einbau ins Gerät. In folgenden Fällen ist eine andere Bauform sinnvoll:
- DIN-Schiene im Schaltschrank (Standard-Montage, 24V-Verteilung, schnelle Wartung):
TPS010 GP Serie (10–100W),
TPS030 PRO Serie (30–130W),
TPS100 Peak DR-Plus (Boost). - IPC/PC-Plattformen mit ATX-Rails oder Standard-Kabelbaum:
FSP300-70PFL-SK oder
FSP700-80PSA-SK. - 1U Rack-Systeme (Server/Storage/IPC im Rack):
FSP300-50UCB (1U).
FAQ
Ist TPS-GSH180S ein „geschlossenes“ Netzteil?
Die Serie ist als Open-Frame spezifiziert. „Enclosed“ wird in vielen Projekten über das Endgerätegehäuse oder eine Schutzabdeckung realisiert.
Damit wird das Gehäuse Teil von Safety/EMV/Thermik.
Wie erreiche ich 180W zuverlässig?
180W ist typischerweise Lüfterbetrieb (~10CFM). Luftweg definieren, Innen-Temperatur validieren, Low-Line berücksichtigen.
Bei knapper Reserve hilft die Grundplatte (Wärmeverteilung und mechanische Stabilität).
Kann die Ausgangsspannung eingestellt werden?
Ja. Es gibt eine Ausgangsjustage (z. B. 24V typ. ca. 22,8–27V). In Serie sollte das als definierter Prozess erfolgen.
Welche EMV-Rahmen werden referenziert?
Das Datasheet nennt u. a. CISPR 32 / EN 55032 Class B sowie IEC/EN 61000-4 Referenzen. Endgültige EMV hängt vom Systemaufbau ab.
Welche Variante ist der sicherste Default für Automation?
In den meisten Schaltschränken ist 24V Standard. Startet typischerweise mit TPS-GSH180S-24V, sofern keine Architektur eine andere Busspannung erfordert.


